Das neue Österreich

Auch in unserem Nachbarland tut sich viel. Die vergangenen drei Tage haben wir in der Wachau und im Burgenland verbracht – zwei Regionen, die aus einer historischen Weinperspektive kaum unterschiedlicher sein können. Während die Wachau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an ihrem internationalen Renommee arbeitete, suchte das Burgenland seine Identität und orientierte sich eher an internationalen Vorbildern. Die Ampel stand vor allem auf Rot und Rebsorten wie Merlot, Cabernet und Syrah liefen dem einheimischen Blaufränkisch den Rang ab. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen etwas geändert und eine neue Generation knüpft an die Zeit davor an. Insbesondere interessant ist die Wiederbelebung des weißen Burgenlandes und das Comeback von Rebsorten wie Welschriesling, Neuburger und Furmint. Parallel dazu erreicht Blaufränkisch ungeahnte Höhen und beweist, dass er im Reigen der ganz Großen mitspielen kann. Allein das Burgenland wird mit drei Weingütern vertreten sein, welche eindrucksvoll diese Entwicklung reflektieren. Dazu kommt ein brandneues Projekt aus der Wachau, dass in den letzten zwei Jahrgängen den Etablierten der Region zeigt, wie aus bisher verschmähten Lagen Weine entstehen können, die zur ersten Liga gehören. 

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