Ein erstes Fazit

Noch überwältigt von den Eindrücken der letzten Woche in Portugal und Spanien versuche ich gerade ein Fazit zu ziehen und das Erlebte zu verarbeiten. Bei jedem Besuch im Weinberg oder Keller spüre ich, dass ich zu Hause bin, erfüllt es mich mit Freude, in dieser wunderbaren Welt des Weines gelandet zu sein. Es macht mich betroffen, wie jedoch nach wie vor die Seele dieser Welt verkauft wird und oft nur kommerzielle Interessen im Mittelpunkt stehen. Immer noch werden alte Weinberge mit einheimischen Rebsorten gerodet und durch die Einheitsmeierei der üblichen Internationalen ersetzt. Besonders schockiert waren wir, dass der Präsident eines nicht ganz unbekannten Fußballklubs in einem historischen Pago Parzellen aufkauft und diese rodet, um darauf einen Golfplatz zu errichten. Die positive Nachricht ist, dass eine stärker werdende Bewegung sich gegen diesen Ausverkauf des kulturellen Terroirs wehrt und versucht, uns die Diversität und Vielschichtigkeit auch in Zukunft zu erhalten. Elf Winzerinnen und Winzer haben wir in den vergangenen Tagen besucht – deren „Brennen“ für das Kulturgut Wein hat uns stellenweise die Tränen in die Augen getrieben. Es erfüllt uns wirklich mit Stolz, den Spirit dieser Visionäre in unserem Buch weiter zu geben. 

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